Nach Bustragödie: Enormes Mitgefühl bei Bürgern

Nach dem tragischen Busunfall in einem Schweizer Tunnel, bei dem 22 Kinder und 6 Erwachsene starben - drei Kinder liegen noch im Koma - zeigen stets mehr Organisationen und Gemeinden ihre Solidarität. Für den Freitag ist in Belgien ein Tag der Staatstrauer angekündigt.

Überall in Belgien werden Aktionen zum Ausdruck der Solidarität und des Mitgefühls für die Opfer des schweren Busunglücks im Schweizer Kanton Wallis und für deren Angehörige unternommen. Immer mehr Organisationen, Städte und Gemeinden schließen sich den Beileidsbekundungen an.

So hat das flämische Kinderparlament am Donnerstagmorgen im Plenarsaal des Brüsseler Parlaments mit einer Schweigeminute der Opfer gedacht. Die Kinder der Schulen aus den Brüsseler Gemeinden Laken und Ganshoren zeigten in Stille ihre Trauer und Anteilnahme mit den verstorbenen Gleichaltrigen und deren Angehörigen.

Die liberale Gewerkschaft für das Unterrichtswesen hat ebenfalls den Angehörigen ihr Beileid ausgesprochen. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen", hieß es.

Am Donnerstag haben zudem verschiedene Städte und Gemeinden in ganz Belgien ihr Mitgefühl mit den Angehörigen der Opfer geäußert und sie teilten mit, dass sie ein Trauerregister ausgelegt hätten. Das ist unter anderem der Fall in Tessenderlo, Kuurne, Haacht, Middelkerke und Oud-Heverlee. Auch z.B. in Brüssel, Namur, Wavre, Mol, Jodoigne, Sambreville und Lüttich liegen Trauerbücher aus. Ein Register liegt auch im belgischen Parlament.

Hier einige Links zu Trauerbüchern

10.000 Beileidsbekundungen in Trauerregistern in Lommel

In den Trauerregistern der Stadt und der städtischen Schule von Lommel 't Stekske, die auf dem Internet veröffentlicht wurden, waren am Mittwochabend bereits 10.000 Beileidsbekundungen.

Neben dem Internet liegt auch ein Trauerbuch aus Papier im Rathaus von Lommel aus.