Rückführung der Unfallopfer nach Belgien

Am Freitagmorgen haben zwei C130-Militärmaschinen mit den Leichen der Kinder und Erwachsenen des Busunglücks von Sierre in der Schweiz den Flughafen von Sion verlassen. Auf dem Flughafen hatte eine kurze Gedenkfeier ohne Presse und fernab der Öffentlichkeit stattgefunden.

Die Gedenkfeier auf dem Flughafen von Sion sei in aller Intimität velaufen, so der Sprecher Vincent Favre von der Walliser Kantonpolizei.

Die Eltern der Opfer waren bereits am Donnerstagabend nach Belgien zurückgekehrt.

Was hingegen gezeigt wurde, war, wie die Särge zu den Flugzeugen gebracht wurden. Zusammen mit den Beamten des Kantons bildete die Polizei ein Ehrenspalier als die Särge zu den Flugzeugen getragen wurden. Die Särge wurden von Polizeibeamten getragen.

Die Särge der Erwachsenen waren aus Holz, die der Kinder waren weiß. Die Särge sind mit Blumen geschmückt.

28 Menschen sind bei dem Unfall in der Schweiz gestorben, darunter waren 22 Schulkinder und 6 Erwachsene.

Inzwischen sind die beiden Maschinen, die am Freitagmorgen den Flughafen in Sion verlassen hatten, mit den Leichen an Bord in Belgien gelandet.

Staatstrauer

Hierzulande  werden die Fahnen für zwei Tage auf halbmast gesetzt. Nur die belgische Flagge auf dem Königspalast in der Innenstadt von Brüssel wird nicht auf halbmast gesetzt, denn diese steht nur auf halbmast, wenn der König stirbt. Die belgische Fahne auf dem Königsschloss in Laken steht hingegen schon auf halbmast.

Die Fernseh- und Radiostationen senden als Zeichen der Trauer am heutigen Freitag keine Werbung. Auch einige Zeitungen verzichten darauf. Um elf Uhr wird in ganz Belgien eine Schweigeminute eingelegt.

Die ersten Kinder, die das Busunglück überlebt haben, sind in der Nacht zum Freitag zu Hause in Belgien eingetroffen. Ein Flugzeug mit den Schülern an Bord landete am Donnerstagabend auf dem Militärflughafen von Melsbroek bei Brüssel.

Laut der Sprecherin des Krankenhauses von Wallis, Florence Renggli stünden die Chancen gut, dass die acht in Wallis im Krankenhaus untergebrachten verletzten Kinder noch Ende dieses Wochenendes ebenfalls nach Hause zurückkehren könnten.

Die Unfallursache des Busunglücks vom Dienstagabend in der Schweiz ist noch immer nicht geklärt.

Die EU-Institutionen in Brüssel setzen ihre Fahnen für Freitag und Samstag ebenfalls auf halbmast.

Auch die Schweiz trauert am heutigen Freitag offiziell um die Opfer des Busunglücks. Im Bundeshaus West und auch im Wallis stehen die Fahnen auf Halbmast,  heißt es in den Schweizer Medien.