"Kummer kennt weder Sprache noch Grenzen"

Belgiens Premierminister Elio Di Rupo (PS) sagte gegenüber der VRT-Magazinredaktion von "Terzake - Zur Sache", dass kein Zweifel darüber bestanden habe, nach dem tragischen Busunfall in der Schweiz mit 28 Todesopfern einen Tag der Nationalen Trauer einzulegen.

"Ja, es war eine schwere Woche. Wir waren schwer getroffen, so wie jeder. Wir sind auch Menschen. Aber jetzt müssen wir an die Familien denken, denn dies ist ein immenses Drama“, sagte Premier Elio Di Rupo am Freitagabend in der VRT-Magazinsendung "Terzake“.

"Es ist evident, dass wir einen Tag der Nationalen Trauer einlegen mussten, ein Augenblick der nationalen Solidarität, ein Moment, um die Menschen zusammenzubringen und um den Familien zu zeigen, dass wir ihnen beistehen“, so Di Rupo weiter, der auch darauf hinwies, dass das ganze Land trauere:

"Kummer kennt weder Sprache noch Grenzen. Das ganze Land war betroffen. In Flandern, in Wallonien und in Brüssel hat das ganze Land eine Minute stillgehalten. Das war kein Moment für Politik. Für mich zählt allein der menschliche Aspekt. Jeden hat diese Katastrophe getroffen.“

Premier Di Rupo ist der Ansicht, dass die Regierung jetzt so viel wie möglich für die betroffenen Familien zu organisieren, denn für sie seien dies sehr schwere Tage.

Der belgische Regierungschef lobte in "Terzake“ auch die Arbeit der Behörden und der Hilfsdienste in der Schweiz: "Sie haben hart und schnell gearbeitet. Ich hatte sie gebeten, die Opfer schnell nach Belgien zurückzuführen. Für die Familien ist es sehr wichtig, ihre Angehörigen so schnell wie möglich zuhause zu haben. Jetzt bricht für die Familien und die Betroffenen eine sehr schwere Zeit des Kummers an. Die Regierung steht ihnen weiter zur Verfügung. Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums und Psychologen stehen ihnen bei und wir werden auch den Schulen helfen.“