Kokainmaffia lässt Hafenarbeiter foltern

Die Drogenmaffia aus Kolumbien hat einen Schlägertrupp nach Antwerpen geschickt, der von einem Hafenarbeiter gestohlenes und weiterverkauftes Kokain aufspüren sollte. Dabei wurden der Hafenarbeiter gefoltert und der Bruder eines Drogenhändlers entführt.

Ein Hafenarbeiter aus Antwerpen sollte im Auftrag von kolumbianischen Drogenhändlern eine Ladung Kokain aus einem Container bergen und in die Niederlande bringen. Doch der Mann zweigte die 200 kg Kokain ab, denn er hatte einigen marokkanischen Freunden davon erzählt. Diese überzeugten den Docker, gemeinsam mit ihnen selber Geld mit den Drogen zu verdienen. Den Kolumbianern wurde erzählt, der Zoll im Antwerpener Hafen habe die Ladung entdeckt und beschlagnahmt. Doch die Kolumbianer überprüften diese Geschichte und erfuhren schnell, das an der Sache etwas faul ist.

Daraufhin schickten sie einen Schlägertrupp nach Antwerpen, der die Kokaindiebe und die Drogen finden oder zumindest das damit verdient Geld eintreiben sollte. Die Marokkaner hatten das Kokain inzwischen für eine Millionensumme an einen weiteren Drogenhändler veräußert und sich in ihr Heimatland abgesetzt.

Der Schlägertrupp der Drogenmaffia fand den Antwerpener Hafenarbeiter schnell und folterte diesen auf brutale Weise, bis er ihnen sagte, wer die Drogen verkauft habe. Dann suchten die die marokkanischen Dealer, doch die hatten Belgien ja verlassen. Bei bewaffneten Wohnungsdurchsuchungen fanden sie den Bruder eines der Dealer, entführten ihn und bedrohten diesen mit dem Tode. Daraufhin kamen die Dealer schnell wieder nach Antwerpen und zahlten den Kolumbianern das mit dem Kokainverkauf verdiente Geld.

Die Staatsanwaltschaft von Antwerpen bestätigte den Fall und entsprechende Pressemitteilungen und gab an, Ermittlungen in die Wege geleitet zu haben. Inzwischen wurde auch bekannt, dass der Antwerpener Hafenzoll und die Polizei 118 kg unverschnittenes und reines Kokain beschlagnahmen konnten. Die Drogen waren in einer Lieferung von 40 Fässern Palmöl, die aus Santa Marta in Kolumbien kamen, versteckt.