Bonus-Wirbel um Belgacom-Chef Bellens

Nach einem Bericht der Sonntagsausgabe der Tageszeitung Het Nieuwsblad hat der Chef des halbstaatlichen Telekommultis Belgacom, Didier Bellens, im vergangenen Jahr rund 2,6 Millionen € verdient. Dies lässt die Diskussionen um übermäßige Gehälter und Boni in Belgien weiter anwachsen.

"Het Nieuwsblad op Zondag“ meldet, dass Belgacom-CEO Didier Bellens (großes Foto) letztes Jahr rund 2,6 Millionen € verdient haben soll. Darin enthalten sind ein Basisgehalt von 900.000 € und eine Bonuszahlung von 700.000 € sowie weitere, teilweise einmalige Prämienzahlungen und Sonderzahlungen, zum Beispiel für eine Zusatzrente.

Das Telekommunikations-Unternehmen Belgacom gehört zu 53 % dem belgischen Staat (alle weiteren Anteile verteilen sich auf Anleger an der Brüsseler Börse). In diesem Zusammenhang sagte der flämische Sozialist Dirk Van der Maelen (SP.A - Foto)) am Sonntagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass solche Gehälter für ein halbstaatliches Unternehmen in ihrer Höhe nicht angebracht seien.

Dabei thematisierte der Parlamentsabgeordnete auch die hohen Abfindungen für entlassene Belgacom-Direktionsmitglieder. 2011 hatten zwei frühere Manager des Telekommultis jeweils einen "Goldenen Händedruck“ über 2,7 Millionen € an Abfindungen erhalten.

Die Regierungsparteien auf belgischer Bundesebene führen in diesen Tagen auch Gespräche darüber, dass die Spitzengehälter für Manager und Direktoren von Staatsunternehmen nach unten korrigiert werden sollen. Laut Van der Maelen soll ein entsprechender Konsens fast gefunden sein.