Drei verletzte Kinder sind wieder zu Hause

Drei der Kinder, die bei dem dramatischen Busunfall in der vergangenen Woche in der Schweiz verletzt wurden, konnten die Uniklinik von Löwen verlassen und wieder nach Hause zurückkehren. Sechs nur leicht verletzte Kinder sind seit Donnerstag schon bei ihren Familien.
Der Tunnel im schweizerischen Sierre

Die Universitätsklinik von Löwen bestätigte die Heimkehr von drei weiteren Kindern gegenüber unserem Hause, dem flämischen Rundfunk VRT. Derzeit werden noch 12 verletzte Kinder in der Gasthuisberg-Uniklinik behandelt.

Vier dieser Kinder verbleiben allerdings noch immer auf der Intensivstation der Kinderabteilung der Klinik. Sie sind aber glücklicherweise mittlerweile außer Lebensgefahr und bei vollem Bewusstsein, wie die Klinik bekannt gab.

Allerdings befinden sich noch drei weitere Kinder in Kliniken in der Schweiz, in Lausanne und Bern. Zwei dieser schwer verletzten Kinder sind offenbar noch immer in einem kritischen Zustand und kämpfen um ihr Leben.

Inzwischen schreiten die Vorbereitungen für die Trauerfeiern für die Kinder in Lommel und in Heverlee, bzw. in Löwen weiter voran. Die Kinder der Schule aus Heverlee werden am Mittwoch beerdigt und die Kinder aus Lommel am Donnerstag. Die Angehörigen der ums Leben gekommenen Kinder jedoch wollen gemeinsam die Trauerfeiern begehen.

Die beiden ums Leben gekommen Busfahrer werden im engen Kreis ihrer Familien beerdigt. Bis zum Samstag hatten sich mehr als 20.000 Menschen, auch online, in die Kondolenzbücher der Trauerkapelle in Heverlee eingetragen.

Inzwischen melden die schweizerischen Ermittlungsbehörden, dass alle überlebenden Kinder angegeben haben, unmittelbar vor dem Unfall sei eine neue DVD in die TV-Anlage des Reisebusses eingelegt worden. Ob der am Steuer sitzende Fahrer dadurch abgelenkt gewesen sein könnte, bleibt aber weiter eine Spekulation. Die Schweizer Ermittler gehen davon aus, dass der Busfahrer diese DVD nicht selbst eingelegt haben kann.