Moschee-Brandstifter unter Terrorverdacht

Die Ratskammer des Brüsseler Gerichtshofs hat den Mann, der am vergangenen Montagabend einen Brandanschlag auf die Rida-Moschee im Stadtteil Anderlecht verübt hatte, auch des Terrorismus angeklagt. Bei dem Anschlag wag der Imam der Moschee ums Leben gekommen.
Trauer vor der Moschee

Die Justiz klagt den Verdächtigen wegen Terrorverdachts aufgrund dessen Erklärungen während der Verhöre. Dabei hatte er unter anderem angegeben, Rache an den Schiiten für die Situation in Syrien nehmen zu wollen.

Der Täter, vermutlich ein marokkanischer Sunnit, macht die Schiiten für die Gewalt des Assad-Regimes in Syrien verantwortlich und wollte deren Glaubensbrüder in Anderlecht "erschrecken“. Der Mann hatte im Laufe der Verhöre zunächst drei verschiedene Identitäten angegeben.

Der Verdächtige, dessen Identität aber mittlerweile feststehen soll - er kommt aus Marokko und ist 35 Jahre alt - hatte am Montagabend ein sich schnell verbreitendes Feuer in der schiitischen Rida-Moschee in der Doktor De Meersmanstraße in Anderlecht gelegt. Beim Versuch, dieses Feuer zu löschen, war Abdullah Dahdouh, der 46jährige Imam der Moschee, ums Leben gekommen.

Gegen den Tatverdächtigen wird neben Terrorismus auch wegen Brandstiftung mit Todesfolge ermittelt. Erschwerend kommt noch zu der Klage hinzu, dass die Tat eine religiös motivierte Straftat war.