Weißer Marsch nach Moschee-Anschlag

Im Brüsseler Stadtteil Anderlecht nahmen 3.000 Personen an einem Weißen Marsch gegen Extremismus teil. Diese von der Brüsseler Moslemgemeinschaft veranstaltete Demonstration ist eine Folge des Brandanschlags auf die Anderlechter Rida-Moschee am vergangenen Montagabend.

Bei dem Brandanschlag auf die schiitische Rida-Moschee war am Montagabend der 46 Jahre alte Imam ums Leben gekommen, als er versuchte, das Feuer zu löschen. Der Anschlag wurde offenbar von einem sunnitischen Moslem begangen, der kurz nach der Tat schon verhaftet werden konnte. Nach Zeugenaussagen hatte der Mann anti-schiitische Slogans gerufen, als er bewaffnet in die Moschee gestürmt war.

Mit ihren Weißen Marsch wollte die Moslemgemeinschaft in der belgischen Hauptstadt Brüssel unterstreichen, dass sich die unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften, in erster Linie die Schiiten und die Sunniten, nicht gegeneinander aufbringen lassen wollen.

Ein Grund für den Anschlag war nach Aussagen des Täters bei Verhören der Konflikt beim blutigen Aufstand gegen das Assad-Regime in Syrien, wo sich teilweise diese Glaubensgemeinschaften gegenüberstehen. In Brüssel sind die beiden islamischen Strömungen durch den Anschlag allerdings enger zusammengerückt, was so vorher eigentlich nicht der Fall war.

An der Veranstaltung nahmen auch viele Nicht-Moslems teil, was die Organisatoren besonders freute.