Am Wochenende vier Übergriffe auf Schaffner

Drei Zugbegleiter sind am Sonntagmorgen in verschiedenen Zügen tätlich angegriffen worden. Einen Tag zuvor hatte es auch schon einen aggressiven Übergriff auf einen Zugbegleiter gegeben. Die drei Täter sind inzwischen festgenommen worden. In einer Pressemitteilung bedauert die belgische Bahn NMBS das erneute Aufkommen von Aggression gegen ihre Mitarbeiter.

Die drei Zwischenfälle ereigneten sich unabhängig voneinander auf den Strecken Antwerpen-Brüssel-Süd, Antwerpen-Löwen und Antwerpen-Kortrijk. Es ist schon auffallend, dass gleich an einem einzigen Wochenende vier Fälle von physischer Aggression statt gefunden haben. Außerdem haben sie sich in der gleichen Region ereignet. Der Zwischenfall vom Samstagabend hatte sich auf der Bahnstrecke Antwerpen- Charleroi ereignet.

Auslöser für die Übergriffe waren in allen Fällen vermutlich Diskussionen über den Fahrschein. Die belgische Bahn verurteilt die Taten und hat strengere Kontrollen in den Zügen angekündigt sowie Schulungen der  Zugbegleiter für den Umgang mit agressiven Fahrgästen.

"Aus Umfragen unter unseren Kunden geht hervor, dass die Arbeit unserer Zugbegleiter sehr geschätzt wird", betont Bahnchef Marc Descheemaecker. "Ich will deshalb auch den Zugbegleitern, die Opfer dieser Aggression geworden sind, meine vollste Unterstützung zusagen."

Zwei der vier Schaffner mussten übrigens nach den Übergriffen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Einer konnte inzwischen wieder nach Hause.