Erhöhte Vorsicht auch in Belgien

Nach dem tödlichen Angriff auf eine jüdische Schule in Frankreich im südfranzösischen Toulouse gilt auch in Belgien erhöhte Vorsicht in der Nähe von religiösen Einrichtungen.

Bei dem Anschlag am Montag vor einer jüdischen Schule in Toulouse sind vier Personen getötet und mindestens eine weitere schwer verletzt worden.

Der Täter sei auf einem Motorroller geflohen, heißt es. Die französische Justiz ermittelt nun wegen des Verdachts auf Terrorismus.

In Frankreich sind die Sicherheitsvorkehrungen an allen Schulen und religiösen Einrichtungen erhöht worden.

Am Dienstag um 11 Uhr wird in allen französischen Schulen eine Schweigeminute eingelegt, um der Opfer zu gedenken. Das hat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy angekündigt.

"Sinnlose und widerwärtige Gewalt"

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso verurteilte die Tat, bei der ein Lehrer und drei Kinder getötet worden waren. Nichts sei unerträglicher als die Ermordung unschuldiger Kinder, heißt es in seiner Erklärung.  Auch in unserem Land reagieren die Politiker.

Premier Elio Di Rupo (kleines Foto) sei empört und verabscheue die Tat, heißt es in einer Mitteilung des Premiers. "Er verurteilt die Tat, die umso widerlicher ist, weil sie eine Schule und eine Gemeinschaft trifft, auf das Schärfste."

Die belgische Innenministerin Joëlle Milquet (CDH) will, dass auch in unserem Land erhöhte Vorsicht vor jüdischen Schulen gilt.

Außenminister Didier Reynders (MR) sprach den Angehörigen  und Freunden der Opfer  sowie der französischen und israelischen Behörden sein Beileid aus.

Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) hat das ebenfalls im Namen der flämischen Regierung getan. Peeters sei "tief geschockt". "Ich hoffe, dass diese sinnlose und widerwärtige Gewalt schnell bestraft werden kann", sagte er.