Ballons für Unfallopfer kamen bis Bocholt

Laut eines Zeitungsberichts des Bocholt-Borkener Volksblatts hat ein Spaziergänger in Bocholt Luftballons, die belgische Kinder zum Gedenken an die des Busunglücks in der Schweiz aufsteigen ließen, gefunden. An den Ballons hingen Karten, auf denen Kinder von ihren ums Leben gekommenen Mitschülern Abschied nehmen.

Ein Spaziergänger aus dem münsterländischen Bocholt, der seinen Hund ausgeführt hatte, fand ein Bündel von 14 Luftballons und Karten in einem Gebüsch am Holtwickler Bach am Ortsrand.

Nach Angaben der Online-Ausgabe des Bocholt-Borkener Volksblatts haben die Ballons etwa 170 km Luftlinie zurückgelegt, bis sie sich in dem Gebüsch verfangen hatten.

Der Spaziergänger und seine Frau finden die Ballonaktion der Kinder gut, denn so können sie ihrer Trauer Ausdruck geben, zitiert das Blatt das Ehepaar, das zwar Probleme mit dem Niederländischen hatte, aber doch schnell herausfand, was diese Karten bedeuteten.

Schulkinder der betroffenen Schulen in Heverlee und Lommel hatten nach der Schweigeminute am vergangenen Freitag, dem Nationalen Trauertag für die Opfer des Unfalls von Sierre in der Schweiz, Luftballons mit Botschaften an ihre ums Leben gekommenen Mitschüler aufsteigen lassen (Foto).