Ab April Preisstopp bei Strom und Gas

Die Abgeordneten der Ersten Kammer im belgischen Bundesparlament haben am Donnerstagabend beschlossen, ab April die Preise für Strom und Gas bis zum Jahresende einzufrieren. Jetzt müssen die Energieanbieter nach Wegen suchen, ihre Preispolitik ehrlicher und kundenfreundlicher zu machen.

Ab April dürfen die Preise für Gas und Elektrizität bis zum Jahresende nicht mehr angehoben werden. Damit entsprachen die Abgeordneten in der Kammer einem Gesetzesvorschlag der Bundesregierung und von Wirtschaftsminister Johan Vande Lanotte (SP.A).

Verbraucherschützer und die belgische Regulierungsbehörde für den Energiemarkt, CREG, monierten nicht erst seit gestern, dass die Belgier für ihre Energie weitaus tiefer in die Tasche greifen müssen, als ihre Nachbarn zum Beispiel in Deutschland, Frankreich oder in den Niederlanden.

Die belgische Bundesregierung will sich und den Energieanbietern im Land bis Ende 2012 die Zeit geben, nach Wegen zu suchen, die die Energiepreispolitik transparenter und vor allem ehrlicher gestalten sollen.

Anfänglich hatten die Wettbewerbshüter der EU-Kommission Bedenken bei einem behördlich verordneten Preisstopp für Gas und Strom in Belgien, denn sie stellten sich die Frage, ob dies nicht vielleicht ein zu großer Eingriff seitens der Regierung in den freien Markt sei. Doch dies sieht die Politik in unserem Land anders, denn sie friert die Preise lediglich zeitlich begrenzt ein und sie tut dies zum Vorteil der Verbraucher, wie in Brüssel argumentiert wurde.