Demo für das Recht auf Abtreibung

2.000 Menschen demonstrierten am Samstagnachmittag vor dem Brüsseler Justizpalast für das Recht auf den Schwangerschaftsabbruch. Das Motto der Demo lautete: „Die freie Wahl muss geschützt und garantiert werden“.

„Am 3. April feiert die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruches in Belgien ihren 22. Geburtstag. Es ist wichtig, wieder hieran zu erinnern“, so Mitorganisatorin der Kundgebung Julia Laot von der sozialistischen Krankenkasse.

„In jüngster Vergangenheit haben Interessenverbände, die das Recht auf Abtreibung ablehnen, vor Zentren für Familienplanung demonstriert. Wir haben das Gefühl wieder mit einer konservativeren Position in Sachen Schwangerschaftsabbruch konfrontiert zu werden“, so die Sprecherin der Pro-Abtreibungsdemo. Auch in Belgien werde Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden, noch immer ein Schuldkomplex eingeredet.

Erinnert wurde daran, dass der Schwangerschaftsabbruch in mehreren europäischen Staaten noch immer verboten ist. Das ist unter anderem in Malta, Polen, Irland und Zypern der Fall. Verschiedene europäische Frauenrechtsorganisationen hatten deshalb die Brüsseler Demo gemeinsam organisiert. Ein Abtreibungsverbot verringere die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche nicht, stelle aber eine Bedrohung für die Volksgesundheit dar, so die Argumentation.

Um 15.00 Uhr löste sich die Kundgebung nach einigen Reden auf. Für morgen ist eine Anti-Abtreibungskundgebung in Brüssel geplant.