Brüssel: Marsch für das Leben

Etwa 2.000 Kundgebungsteilnehmer beteiligten sich am Sonntagnachmittag in Brüssel an einem Marsch gegen Abtreibung. Die Organisatoren der Demo finden, dass in Belgien zu viele Schwangerschaften abgebrochen werden.

Der so genannte Marsch für das Leben wurde bereits zum dritten Mal organisiert. Die Initiative geht von Studenten aus. Politische Parteien beteiligten sich nicht an der Kundgebung, aber die rechtsextreme Partei Vlaams Belang unterstützte die Demo.

Laut Organisatoren entscheiden sich zu viele schwangere Frauen für eine Abtreibung oder werden hierzu von ihren Angehörigen gezwungen, obschon genügend Alternativen zur Verfügung stünden.

„Wir stellen fest, dass die Abtreibungszahlen in Belgien jedes Jahr steigen und das trotz überall verfügbarer Schwangerschaftsverhütung. Das zu hinterfragen, muss erlaubt sein“, so Mitorganisatorin Liesbeth Ronsmans.

„Wir finden es wichtig, das jeder korrekte und objektive Informationen über den Schwangerschaftsabbruch erhält und das sie über die zur Verfügung stehenden Alternativen informiert werden.“

Gestern fand in Brüssel bereits eine Demo für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch statt. Auch daran beteiligten sich etwa 2.000 Menschen.