Krisenmanager für Asyl abgeschafft

Anfang Februar hatte es zwischen der neuen Staatssekretärin für Aysl, Maggie De Block, und dem von der vorigen Regierung eingesetzten Krisenmanager für den Auffang von Asylanten, Peter De Roo, gekracht. De Roo hatte die Politik der Staatssekretärin in einem offenen Brief kritisiert.

Peter De Roo war Anfang 2010 von der damaligen Regierung unter Yves Leterme (CD&V) als Krisenmanager für die Aufnahmezentren für Asylantragsteller beauftragt worden.

Fedasil, die Dienststelle der Behörden, die die Unterbringung von Asylantragstellern gewährleisten muss, war damals überfordert.

Peter de Roo musste zusätzliche Schlafplätze finden und in diesem Sinne zwischen den Kommunen, den Sozialämtern einerseits und Fedasil andererseits, vermitteln. Seitdem ist das Mandat des Krisenmanagers mehrmals verlängert worden.

Die Staatssekretärin hat jetzt angeordnet, dass sein Mandat am 31. März ausläuft.

Das Kabinett ließ verlauten, dass die Entscheidung auf eine Evaluierung der Funktion und eine Empfehlung von Fedasil beruht. Die Funktion des Krisenmanagers habe sich erübrigt, so schreiben die Zeitungen De Standaard und De Morgen.

Die Aufgaben des Krisenmanagers werden inzwischen vom Kabinett selbst wahrgenommen.

De Roo äußert Kritik an De Block

Anfang Februar war es zu einer öffentlichen Auseinandersetzung zwischen der Staatssekretärin und dem Krisenmanager für Asylfragen gekommen.

Als eine Kältewelle über Belgien hereinbrach, hatte De Roo in einem offenen Brief De Block aufgefordert, Mut zu zeigen und extra Betten zu organisieren.

De Block hatte De Roos Brief als "nicht loyal" bezeichnet. Allerdings brachte die Kritik die Ergreifung von Notmaßnahmen zum Auffang von Asylanten ins Rollen und in einer Nacht wurden 1000 Betten für Asylantragsteller gefunden.