Flandern-Rundfahrt: Heute darf jeder ran!

Einen Tag vor dem größten Sportereignis in Flandern erklimmen tausende Radsporttouristen die Hügel der flämischen Ardennen. Unter den 20.000 Teilnehmern, die sich eingeschrieben haben, sind auch viele ausländische Radsportler.

Los ging's in Oudenaarde (für zwei Runden von entweder 138 km und 87 km) oder in Brügge (mit einer Gesamtstrecke von 244 km für die hartgesottenen Radsporttouristen).
Die Strecke führt über hügelauf hügelab und über die berüchtigte Pflastersteinwege, die für dieses legendäre Radrennen typisch sind. Nur der Endspurt unterscheidet sich vom Finale der Profis am Sonntag: Tom Boonen, Fabian Cancellara und Konsorten werden drei Mal über den Oude Kwaremont und Paterberg preschen. Die Radsportlaien, weil sie so zahlreich sind, haben die beiden Hindernisse nur ein einziges Mal zu erobern.

 

Alle VIP-Plätze ausverkauft

Ein Volksfest ist die "Ronde van Vlaanderen" seit Jahrzehnten. In den letzten Jahren gab es häufig Kritik, weil das Radsport-Event sich zu sehr zu einem VIP-Treffpunkt entpuppt.

Die 6.000 VIP-Plätze, im Werte von 90 bis 350 Euro pro Gast, gingen in diesem Jahr weg wie warme Semmeln.

Am Oude Kwaremont steht ein Zelt für 3.500 Plätze und am Ziel in Oudenaarde haben 2.000 VIPs Platz. Die restlichen VIPs treffen sich in einem Zelt am Start in Brügge. 

Nicolas Denys von "Flanders Classics", dem Veranstalter, weist die Kritik zurück. 

Tom Boonen ist großer Favorit

Am Sonntag, wenn der große Radsportklassiker über die Bühne geht, gilt der 31-jährige Boonen (Foto) als großer Favorit.

Der Anführer des Teams Omega Pharma-Quick Step fühlt sich nach seinem Doppelsieg beim E3 Harelbeke und Gen-Wevelgem in Topform.
Sein größter Konkurrent ist der Schweizer Fabian Cancellara.

2011 hatte der Flame Nick Nuyens überraschenderweise den flämischen Frühjahrsklassiker gewonnen.