Verkehrsbetriebe bekommen mehr Polizei

Gegenwärtig beraten die christlichen und sozialistischen Gewerkschaften und ihre Anhänger über die von Innenministerin Joëlle Milquet (CDH) vorgeschlagenen Sicherheits- verschärfungen auf dem öffentlichen Verkehrsnetz in Brüssel. Am Samstagmorgen war ein Sicherheitsbeamter der Brüsseler Verkehrsgesellschaft von einem agressiven Autofahrer getötet worden.

Zwar waren am Dienstagmorgen hier und da einige Metrozüge ausgefahren. Die Chauffeure wurden aber vermutlich von ihren weiterhin streikenden Kollegen zurückgeordert.

Im Busdepot Jacques Brel im Brüsseler Stadtteil Anderlecht, wo der getötete Sicherheitsbeamte arbeitete, ist das Personal entschlossen, die Arbeit vorläufig nicht wieder aufzunehmen.

400 Polizisten zusätzlich

Innenministerin Joëlle Milquet hat versprochen, Mittel für die Einstellung bis Oktober 2013 von 400 Polizeibeamten bereitzustellen, die in den Metrostationen sowie auf den Fahrzeugen die Sicherheit kontrollieren.

"Das ist ein starkes Signal", sagte Milquet nach einem langen Treffen mit den Gewerkschaften und der MIVB-Direktion am Ostermontag: "und der Beweis, dass wir die Sicherheitsnormen in Brüssel deutlich verschärfen.

In der Zwischenzeit werden 100 Polizisten der Bundespolizei auf dem öffentlichen Verkehrsnetz in Brüssel eingesetzt und erhalten die Sicherheitskräfte der MIVB größere Befugnisse. Ab sofort dürfen sie einen Schwarzfahrer oder einen Verdächtigen zwei Stunden lang festhalten, bevor die Polizei eintrifft. Außerdem werden bei Verstößen in Zukunft schwerere Geldbußen verhängt. 

MIVB auch gefordert

Auch die MIVB ergreift neue Sicherheitsmaßnahmen auf ihrem Netz. Kris Lauwers, MIVB-Generaldirektor sagte, er werde die Sicherheitsbrigaden mit 50 neuen Leuten verstärken.

Außerdem werden Bus-, Tram- und Metrokontrolleure systematisch von Sicherheitsbeamten begleitet und müssen nicht länger alleine intervenieren. Verstärkung soll auch schneller an den Einsatzort gelangen.