Flandern: Deutlich weniger offene Stellen

Die Zahl der offenen Stellen am Arbeitsmarkt im belgischen Bundesland Flandern ist im vergangenen Monat März auffallend zurückgegangen. Im Vergleich mit dem gleichen Monat im Vorjahr sank die Zahl um ein Fünftel, wie das Arbeitsamt VDAB mitteilte.

Im März 2012 wurden den flämischen Arbeitsämtern 23.904 zu besetzende Stellen gemeldet. Das entspricht einem Rückgang um 18,2 % gegenüber März 2011. Auch schon im Februar wurde ein entsprechender Rückgang festgestellt. Dabei ging die Zahl um 11 % gegenüber dem Vorjahr zurück.

Auffallend wenig offene Stellen werden derzeit im den Bereichen Transport, Logistik und Zustelldienste angeboten. Bei den LKW-Fahrern zeigen sich z.B. nur wenige Unternehmen auf Suche nach neuem Personal.

Problematisch sind auch Berufsbereiche für weniger gut ausgebildete Arbeitsuchende, wie z.B. Packer, Wachpersonal, Produktionsarbeiter, Landwirte, Gartenbauer, Erntehelfer im Bereich Obst oder Fischer.

Doch auch der Sektor für hochausgebildete Fachkräfte lässt Federn. Die Arbeitsämter stellen zum Beispiel fest, dass in Flandern in diesen Tagen kaum noch Wirtschaftsfachkräfte gesucht werden. Bereiche, in denen heute intensiv nach neuem Personal gesucht wird, sind hingegen der Pflegesektor und die Bereiche Entspannung, Kultur und Sport. Auch Elektriker, technische Zeichner und - ganze dringend - Ingenieure sind gesucht.

Mögen die Arbeitsmarktzahlen im Bereich Stellengesuche vielleicht krisenbedingt kurzfristig sinken, ist doch im Allgemeinen ein leicht weiter steigender Trenz festzustellen. Insgesamt richteten Unternehmen zwischen März 2011 und März 2012 knapp 298.000 Anfragen an die Arbeitsämter, was denn doch einem leichten Anstieg um 7,1 % entspricht.