Neues Testfeld mit Gen-Mais in Wetteren

In Wetteren in Ostflandern wird ein neues Testfeld angelegt. Die belgische Bundesregierung gab grünes Licht für wissenschaftliche Tests mit gen-manipuliertem Mais. Das Flämische Institut für Bio-Technologie (VIB) führt Untersuchungen durch.

Das Flämische Institut für Biotechnologie will herausfinden, ob genetisch manipuliertes Mais auf offenen Feldern ebenso ertragsreich ist, wie ähnlich veränderter Mais in Treibhäusern. In Treibhäusern hatte die Ernte einer bestimmten Versuchssorte deutlich mehr Ernte eingebracht, als andere Arten und als "normaler“ Mais.

Für Geert De Jaegher von VIB sind Versuche mit genetisch manipulierten Nutzpflanzen wichtig im Hinblick auf die Ernährung von stets mehr Menschen auf dieser Erde: "Die Weltbevölkerung nimmt zu und die Herausforderung ist, dass der Anbau pro Feld mehr liefern soll, als bisher. Gleichzeitig muss aber auch auf kleinerer Fläche und mit weniger Wasser angebaut werden. Das zu realisieren ist eine große Herausforderung für die kommenden Jahrzehnte und dazu gehören auch die Tests mit Mais.“

Der Anbau von gen-manipulierten Pflanzen auf offenen Feldern ist auch in Belgien sehr umstritten. Wiederholt sind die Testfelder des Flämischen Instituts für Biotechnologie in Wetteren, wo in der jüngeren Vergangenheit mit gen-veränderten Kartoffeln experimentiert wurde, angegriffen und teilweise zerstört worden.