Reynders zu Syrien: "Wir müssen noch warten"

Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR) begrüßt den Waffenstillstand zwischen Regierungstruppen und Rebellen in Syrien. Doch er warnt vor Voreiligkeit und fordert weitere Schritte von Präsident Assad in Damaskus.

Bisher scheint der Waffenstillstand in Syrien zu halten. Bis zum Donnerstagmittag lagen noch keine Meldungen vor, dass Rebellen oder Regierungstruppen das Feuer auf ihre Gegner eröffnet hätten. Die Waffenruhe gilt seit 5 Uhr morgens Ortszeit.

Fürs erste haben Aufständische und Armee ihre Waffen niedergelegt und damit dem Forderungen des UN-Sondergesandten Kofi Annan entsprochen. Belgiens Außenminister Didier Reynsers (MR) hält dies für ein ermutigendes Zeichen, doch es müsse noch mehr kommen:

"Bisher gilt der Waffenstillstand. Aber wir fordern von Herrn Assad,, seine Truppen aus den einzelnen Städten abzuziehen. Wir fordern weitere Schritte. Wir sollten noch warten.“

Der Rückzug der syrischen Regierungstruppen aus den Städten, den Außenminister Reynders hier fordert, ist einer der entscheidenden und zentralen Punkte des Friedensplans von Kofi Annan für Syrien. Reynders, der sich derzeit zu einem Arbeitsbesuch in der italienischen Hauptstadt Rom aufhält, verfolgt die Situation in Syrien sehr aufmerksam. Doch er sieht die Vorgänge  nur "sehr vorsichtig positiv", denn das Vertrauen in das Assad-Regime bleibe "minimal".