Antwerpen: BASF kühlt mit Scheldewasser

Der Chemiekonzern BASF will in den kommenden Jahren weitgehend auf die Nutzung von Trinkwasser in den Produktionsprozessen verzichten. In Antwerpen wird seit einiger Zeit Wasser aus der Schelde genutzt. Dabei wurde eine Idee von drei Mitarbeitern umgesetzt.

BASF verbraucht für die verschiedenen Produktionsprozesse jährlich mehr als 2 Milliarden Liter Trinkwasser - mehr als die deutschen Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfahlen zusammen. Doch bis 2020 soll dies halbiert werden.

Eine Vorreiterrolle spielt dabei die BASF-Niederlassung im Hafen von Antwerpen, wo seit einiger Zeit zur Kühlung Wasser aus der Schelde und Abwasser verwendet wird. Das Scheldewasser durchläuft in den Antwerpener Produktionsstätten die Produktionsprozesse gleich mehrmals.

Sogar das Kondenswasser aus der Produktion wird nicht mehr abgeleitet, sondern in weitere Prozesse eingebracht. Drei Mitarbeiter in Antwerpen hatten eine entsprechende Idee eingebracht, die umgesetzt wurde, wofür sie von der BASF eine recht hohe Prämie erhalten hatten.

Dampf und Hitze sind wichtige Energieträger in der chemischen Produktion und die kondensierten Reste davon kommen in so großer Menge vor, dass sie kostensparend genutzt werden können.