Belgien: Weltmeister bei Fritten und Kartoffeln

Unser Land war 2011 der weltweit größte Produzent von Kartoffeln oder Kartoffelprodukten, wie aus dem Jahresbericht des Verbandes der Lebensmittelindustrie, FEVIA, ersichtlich ist. Belgien übernahm damit die Marktführerschaft von den Niederlanden.

Jedes Jahr werden in Belgien 3,2 Milliarden Tonnen Kartoffeln, die im eigenen Land geerntet werden, weiterverarbeitet. Daraus werden zum Beispiel Fritten, Kroketten, Püree oder entsprechende Tiefkühlprodukte gefertigt.

Knapp die Hälfte dieser Produktion wird ins Ausland exportiert. Nach Angaben des Lebensmittelverbandes FEVIA wird diese Zahl in den kommenden Jahren weiter zunehmen.

Zum einen, so ein FEVIA-Sprecher, müsse Belgien in dieser Hinsicht an die ausländischen Märkte gehen und zum anderen steigen die Preise für Rohstoffe aus der Landwirtschaft im eigenen Land, während die Abnahmepreise unter Druck stehen. Das hat unter anderem mit den Preiskriegen der Discounter in Belgien zu tun.

Viele Kartoffelprodukte aus Belgien werden an US-Unternehmen geliefert, die damit unter anderem neue Märkte in Asien beliefern. In China wird zum Beispiel fast täglich ein neues Fastfood-Restaurant eröffnet und die amerikanischen Anbieter können die Nachfrage für Kartoffelprodukte alleine nicht mehr stemmen. Deshalb bedienen sie sich derzeit in großen Mengen in Belgien.