Aktivisten dürfen nicht nach Israel fliegen

Auf dem Brüsseler Flughafen Zaventem haben rund 150 Menschen demonstriert, weil einer Gruppe propalästinensischer Aktivisten der Flug nach Israel verweigert wurde. Am Sonntagmorgen hat die Polizei mindestens sechs Aktivisten in der Abflughalle zum Verhör mitgenommen. Insgesamt wollten rund 60 Belgier mit gültigem Pass und gültigem Flugticket zum zweiten internationalen Solidaritätstreffen "Welcome to Palestine" über Tel Aviv in palästinensische Gebiete reisen.

Die Gruppe stand jedoch auf einer Liste Israels, auf der Menschen aufgeführt sind, die nicht in Israel einreisen dürfen.

Noch vor dem Flug am heutigen Sonntag wurden rund 20 Menschen von der Fluggesellschaft Brussels Airlines zurückgewiesen. Sie durften nicht einmal das Flugzeug betreten.

Die Fluggesellschaft sagt, dass sie nur das Migrationsgesetz umsetze. Das wiederum besagt, dass wenn ein Land Menschen nicht in sein Land lassen will, diese Menschen auch nicht zum Flug zugelassen werden dürfen.

Das Vorgehen der Fluggesellschaft löste jede Menge Protest auf dem Flughafen aus. Die Gruppe hatte viele Sympathisanten. Eine Guppe Aktivisten veranstaltete einen Sitzstreik vor dem Check-in. Sie wurde von der Polizei dort weggeholt.

Daraufhin versammelten sich rund 150 Menschen in der Abflughalle, in der sie erneut ein Sit-in veranstalteten, Musik machten und Slogans riefen. Das Polizeiaufgebot war groß. Die Polizisten ließen die Gruppe in der Abflughalle jedoch gewähren.

Inzwischen sind einige Aktivisten wieder abgefahren. Andere sind in der Abflughalle sitzen geblieben. Sie fordern die Freilassung von drei Aktivisten und wollen, dass Brussels Airlines ihnen die Flugtickets erstattet.

Die Fluggesellschaft gab bereits bekannt, dass sie das im Laufe der Woche tun wolle.