Ban Ki Moon zu Besuch in Brüssel

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist bei seinem zweitätigen Besuch in Brüssel mit Belgiens Premierminister Elio Di Rupo (PS), mit Bundesaußenminister Didier Reynders (MR) und mit Bundes-Verteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V) zusammengetroffen.
Premier Di Rupo und UN-Generalsekretär Ban in Brüssel

Bei den Gesprächen des UN-Generalsekretärs mit der belgischen Regierungsspitze ging es unter anderem um die Krisenherde Syrien und Afghanistan sowie um die belgischen Truppen im Auslandseinsätzen.

In seinem Gespräch mit Ban Ki Moon brachte Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR) noch einmal seine Skepsis gegenüber den Friedensbemühungen des Assad-Regimes in Syrien zum Ausdruck. Reynders nannte die UN-Beobachtermission in Syrien als Test, um zu sehen, ob Präsident Assad wirklich Willens sei, sich auf den Friedensplan der Vereinten Nationen einzulassen. Ban Ki Moon macht sich große Sorgen über den Zustand in Syrien. In Brüssel sagte er dazu: "Ich forderne noch einmal mit Nachdruck, dass der Waffenstillstand eingehalten werden muss. Ich werde am Donnerstag konkrete Vorschläge zu den offiziellen Beobachterteams, abgeben." Die UN will 250 Beobachter nach Syrien schicken.

Mit Premierminister Elio Di Rupo (PS) und Verteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V) sprach Ban Ki Moon ebenfalls über Syrien, aber auch um die belgischen Soldaten, die unter anderem innerhalb von Nato- und UN-Friedenseinsätzen im Libanon, in Afghanistan und in der Demokratischen Republik Kongo eingesetzt sind.

Besonders Afghanistan zeigte sich dabei als wichtiges Thema, denn die Taliban hatten am Wochenende eine Offensive unter anderem auf die Hauptstadt Kabul angesetzt, bei der aber nach Meldungen des Außenamtes in Brüssel keine belgischen Soldaten in Gefahr geraten seien.

EU, UN und die weltweite Stromversorgung

Ban Ki Moon hält sich unter anderem in der belgischen Hauptstadt auf, weil er an einer Konferenz über Energieversorgung in Entwicklungsländern in der Dritten Welt teilnimmt. Hier geht es um Gespräche mit den wichtigsten Vertretern der Europäischen Union, die zum Ziel haben, alle Länder auf unserer Erde mit Elektrizität zu versorgen.

Derzeit sollen bis zu 1,3 Milliarden Menschen keinen Zugriff auf Strom haben und fast 3 Milliarden Menschen müssen auf Kohle, Holz oder andere brennbare Materialien zurückgreifen, um zu heizen oder zu kochen. Dieses Treffen in Brüssel soll als Vorbereitung des für Juni angesetzten Umweltgipfels der Vereinten Nationen in Rio in Brasilien genutzt werden.