Bundesliga-Hooligans auch in Ostbelgien

Nach Berichten der Medien in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien haben vermummte ostbelgische Köln-Hooligans am Wochenende einen Reisebus mit Gladbach-Fans aus der Region überfallen und mit Wurfgeschossen angegriffen.

Viele Fußballvereine aus der 1. und der 2. Bundesliga haben Fanclubs im deutschsprachigen Ostbelgien. Diese Fanclubs sind bei den Fanverbänden in der Bundesliga sehr beliebt und untereinander kennen sie sich. Manchmal finden in Ostbelgien sogar Hallenfußball-Turniere statt, bei denen die Fanclubs belgischer und deutscher Vereine gegeneinander antreten. Doch die Geschehnisse des vergangenen Wochenendes werfen einen Schatten auf diese schöne Fußballwelt in Ostbelgien.

Nach dem rheinischen Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am vergangenen Wochenende ist ein Reisebus mit Gladbach-Fans aus Ostbelgien, den "Flying Foals“, auf der Rückfahrt nach der Partie im Hohen Venn zwischen Eupen und der belgischen Eifel von zwei Autos von Köln-Hooligans ausgebremst und angegriffen worden.

Nach Meldungen der deutschsprachigen belgischen Tageszeitung Grenz-Echo und des belgischen Rundfunks in deutscher Sprache, BRF, waren diese Hooligans ebenfalls Ostbelgier. Hier werden Augenzeugen zitiert, die mehrere vermummte Personen sahen, die an einem Kreisverkehr aus ihren beiden Wagen ausgestiegen waren, um den Fohlen-Bus, in dem auch Familien mit Kindern saßen, mit Rauchbomben, Bengalos und Steinen bewarfen. Der Bus, der vor der Attacke bereits ausgebremst wurde, habe aber weiterfahren können.

Diese Meldung fand schnell ihren Weg in die bundesdeutschen Medien, denn dies ist nicht der erste Angriff von Köln-Hooligans auf Gladbach-Fans. Inzwischen sind die Vereine, die Fanverbände und auch die Polizei mit dem Fall beschäftigt.