De Lijn: Busfahrer mit Waffe bedroht

Das Personal der regionalen flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn vom Depot in Asse (Flämisch-Brabant) hat die Arbeit niedergelegt, nachdem bekannt wurde, dass ein Busfahrer am Donnerstagabend in Brüssel mit einer Waffe bedroht worden war.

Die Arbeitsniederlegung beeinträchtigt in erster Linie die Verbindungen von Brüssel nach Asse und von Brüssel nach Aalst. Eine Sprecherin von De Lijn gab an, dass einer ihrer Busfahrer am Donnerstagabend auf dem Weg von Brüssel nach Asse an der Haltestelle Ribaucourt im Brüsseler Ortsteil Sint-Jans-Molenbeek in einen Streik mit einem Fahrgast geraten war, der nicht bereit gewesen sei, einen Fahrschein zu lösen.

Im Laufe des Disputs, der Busfahrer verlangte von dem Zugestiegenen, dass dieser eine Fahrkarte löse, zog dieser eine Feuerwaffe und bedrohte den Fahrer damit. Daraufhin habe der Fahrer den Streit abgebrochen und der Mann habe Platz genommen - ohne zu bezahlen - und sei einige Haltestellen weiter wieder ausgestiegen.

Die Gewerkschaften bei De Lijn fordern einmal mehr Aufmerksamkeit für die Sicherheit des fahrenden Personals im Nahverkehr in und um Brüssel. Die nach dem tödlichen Angriff auf einen Kontrolleur der Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB angekündigten 400 zusätzlichen Sicherheitsbeamten für die Hauptstadt seien eine gute Sache, doch De Lijn brauche zusätzliche Kontrolleure in den Bussen, so ein Gewerkschaftssprecher am Donnerstagmorgen.

Die Direktion von De Lijn und die Gewerkschaften sowie Vertreter des Depots in Asse - von dort aus werden rund 60 Busfahrer auf den Strecken nach Brüssel eingesetzt - führten am Freitag Gespräche bezüglich dieses neuerlichen Vorfalls von Aggression gegen das fahrende Personal. Am Samstag wird die Arbeit im Depot Asse wieder aufgenommen, denn die Beschâftigten akzeptieren einige zugesagte Maßnahmen, wie zielgerichtete Kontrollen in den Bussen der betroffenen Linien. Am Freitag war dort kein einziger Bus ausgefahren.