Iglinsky siegt in Lüttich-Bastogne-Lüttich

Radprofi Maxim Iglinsky aus Kasachstan hat seinen ersten Rad-Klassiker gewonnen. Der Außenseiter aus dem Astana-Team setzte sich beim ältesten klassischen Frühjahrsrennen Lüttich- Bastogne-Lüttich nach 258 Kilometern und 6:42:30 Stunden im Alleingang mit 20 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Vincenzo Nibali durch.

Vor dem Start in Lüttich hatte der 31 Jahre alte Kasache nicht zu den Favoriten gezählt. Der Radprofi wies sich auf den letzten Kilometern aber über erstaunliche Reserven aus.

Bei der Schlusssteigung hatte Iglinsky den früheren Vuelta-Sieger Vincenzo Nibali (Liquigas) stehen lassen.

19 Kilometer vor dem Ziel war Nibali ausgerissen und hatte fast schon wie der sichere Sieger ausgesehen. Er holte bis zu 30 Sekunden Vorsprung heraus und war der unbelohnte Held des Rennens. Doch für die letzte Rampe, die Côte de Saint-Nicolas, reichten Nibalis Kräfte nicht. 1400 m vor dem Ziel wurde der Italiener von Maxim Iglinsky ein- und überholt.

Nibali‘s italienischer Teamkollegen Enrico Gasparotto wurde im Zielspurt der Verfolgergruppe Dritter. Bester Belgier wurde auf Platz 10 Jelle Vanendert. Der als Favorit gehandelte Philippe Gilbert wurde Sechzehnter.

Die "Doyenne", das älteste Radrennen der Welt, beging dieses Jahr ihr 120-jähriges Jubiläum mit der 98. Auflage des Radklassikers. 1892 war die Schleife durch die belgischen Ardennen erstmals in Angriff genommen worden.