De Lijn geht gegen Schwarzfahrer vor

Die Nahverkehrsgesellschaft De Lijn geht ab dem heutigen Donnerstagmorgen schärfer gegen Schwarzfahrer vor. So werden jährlich fünf Prozent mehr Kontrollen auf das Schwarzfahren durchgeführt. Vereinzelt will De Lijn die Kontrollen auch ankündigen. Mit der Aktion ist am Donnerstagmorgen in fünf Provinzen begonnen worden.

In Antwerpen wurde am Donnerstag bereits auf der Bredabaan, Haltestelle Oude Barreellei, stadteinwärts kontrolliert. Des weiteren wurde schon in Limburg (Lommel), Ostflandern (Gent-Dampoort), Flämisch-Brabant (Kampenhout-Sas) und in der Küstentram in Ostende kontrolliert.

"Wir raten jedem vom Schwarzfahren ab", so der Generaldirektor Roger Kesteloot. "Andererseits wollen wir auch zeigen, dass die Mehrzahl der Fahrgäste ehrlich ist und bezahlt und bei ihnen bedanken wir uns für ihr Verhalten."

Mehr Kontrolleure erhöhe laut De Lijn außerdem das Sicherheitsgefühl. Jede Strecke werde von nun ab mehrere Male im Jahr kontrolliert, aber es werde sich vor allem auf die Strecken konzentriert, bei denen besonders betrogen werde und man konzentriere sich auf die Hauptverkehrszeiten.

Insgesamt werden 343 Kontrolleure eingesetzt. Die Ankündigung von Kontrollen diene der Prävention, so De Lijn. De Lijn will jedes Jahr 5 Prozent mehr Fahrgäste kontrollieren. 2011 waren das 1,49 Millionen Menschen. Im ersten Quartal dieses Jahres wurden schon rund 500.000 Fahrgäste kontrolliert. Das war etwa 33 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2011.

In diesem Jahr wurden bereits 15.670 Bußgelder ausgestellt. Das ist 41 Prozent mehr als im geichen Zeitraum des letzten Jahres. Järhlich werden ungefähr 40.000 Bußgelder ausgeschrieben, wovon etwa 25 Prozent wieder eingestellt wird. 98 Prozent der Fahrgäste verhält sich korrekt und bezahlt. 2011 wurden 3,2 Millionen Euro an Strafen eingenommen.

Ab 2013-2014 will De Lijn auf Chipkarten umstellen, die kontrolliert werden.

Angekündigte Kontrollen findet man auf der Website delijn.be und in der Zeitung Metro.