Dehaene kann Bier-Bonus versilbern

Für den ehemaligen belgischen Premier Jean-Luc Dehaene ist am heutigen Montag "Jackpot-Tag". Ein großes Paket Optionen auf Aktien von AB InBev wird fällig. Er kann fast drei Millionen Euro einkassieren. Das melden die Zeitungen De Standaard und Het Nieuwsblad.

Bei Öffnung der Börse kann Dehaene theoretisch ein Paket Optionen verkaufen. Betrachtet man den Schlusskurs von AB InBev vom Freitag belaufe sich die Summe laut den Zeitungen auf 2,87 Millionen Euro und das alles steuerfrei. Es handelt sich um Geld, dass Dehaene als eine Art "Bonus" für seine Funktion als unabhängiges Mitglied des Verwaltungsrates der weltweit größten Brauerei erhielt.

Das Paket ist umstritten, weil unabhängige Mitglieder des Verwaltungsrates laut Vorstands-Kodex kein Recht auf dergleiche variabele Prämien haben.

Dehaene ist seit April letzten Jahres kein Verwaltungsratsmitglied mehr bei der Brauerei, weil er die Altersgrenze erreicht hatte. Seitdem ist Dehaene übrigens auch nicht mehr an die Meldepflicht für Wertpapiergeschäfte gebunden, da er nicht mehr als Insider gilt. Zu Zeiten der Meldepflicht hat Dehaene keinen einzigen so genannten Bier-Bonus zu barem Geld gemacht. Ob Dehaene seine Optionen jetzt effektiv einlöst, wird nicht bekannt gegeben, denn er ist ja nicht mehr an die Meldepflicht gebunden und könnte nun also seine Optionen auf Aktien von AB Inbev diskret versilbern.