AB Inbev macht gute Geschäfte

Die weltgrößte Brauerei AB Inbev mit Sitz in der flämische Uni-Stadt Leuven (Löwen) hat im ersten Quartal vor allem dank weiter gut laufender Geschäfte in Wachstumsmärkten mehr verdient. Der Gewinn kletterte im ersten Quartal von 964 Millionen im Vorjahr auf 1,69 Milliarden US-Dollar.

Im wichtigen brasilianischen Markt wuchs der Bierabsatz um vier Prozent. In dem immer wichtiger werdenden Markt setzte AB Inbev vier Prozent mehr ab. Im weltweit größten Biermarkt China verkaufte das Unternehmen 3,2 Prozent mehr und erlöste wegen der Konzentration auf Premiummarken je Hektoliter gut neun Prozent mehr.

Selbst im hart umkämpften US-amerikanischen Markt lieferte das Unternehmen mit Marken wie Budweiser und Beck's 1,3 Prozent mehr Bier an Händler aus. Gutes Wetter, frühe Anzeichen der Besserung auf dem US-Arbeitsmarkt und neue Produkte hätten den Absatz gestützt, hieß es. Die Markteinführung der neuen „Bud Light Platinum“-Marke sei die erfolgreichste eines alkoholischen Getränks in den USA seit 2005 Im zweiten Quartal rechnet der Bierbrauer in den USA jedoch mit Belastungen aus der Umstellung der Logistik, die den operativen Gewinn drücken dürften.

Weltweit stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten um 6,2 Prozent auf 9,33 Milliarden Dollar. Bereinigt um Einmaleffekte verdiente der 2008 aus einer Fusion des belgischen Brauers Inbev und der US-Traditionsbrauerei Anheuser-Busch entstandene Konzern operativ mit 3,55 Milliarden Dollar auf organischer Basis 7,4 Prozent mehr (EBITDA).

In Europa ging der Bierabsatz hingegen einmal mehr deutlich zurück – außer in Deutschland. Rund fünf Prozent verkaufte das Unternehmen in Westeuropa weniger, in Zentral- und Osteuropa sogar rund zehn Prozent. In Deutschland hingegen tranken die Kunden mit 0,4 Prozent etwas mehr von den Eigenmarken wie etwa Beck´s, Hasseröder und Franziskaner.

Seit geraumer Zeit bauen die großen Brauereikonzerne ihre Präsenz in Schwellenländern aus, weil der Bierkonsum in den Industriestaaten rückläufig ist. Erst vor zwei Wochen hatte AB Inbev angekündigt, die Kontrolle am dominikanischen Brauer CND für rund 1,2 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. AB Inbev profitiert davon, dass in den stark wachsenden Märkten die Steuersätze niedriger liegen.

Auch die Margen konnte das Unternehmen trotz höherer Ausgaben für das Marketing steigern. Beim Umsatz traf der Konzern die Erwartungen von Analysten, operativ hatten die Experten hingegen noch etwas mehr erwartet. Den Ausblick auf das Geschäftsjahr behielt das Management bei. (Quelle: dpa-AFX)