Drei Regionen schützen den Zonienwald

Die belgischen Bundesländer Flandern, Wallonien und die Region Brüssel-Hauptstadt haben ein gemeinsames Abkommen zum Schutz des Zonienwaldes im Brüsseler Umland unterzeichnet. Kohärenter Naturschutz soll den Wald und seine Flora und Fauna erhalten.

Der Zonienwald, von dem die Hälfte der Fläche zu Flandern und der Rest zur Wallonie und zur Brüsseler Region gehören, ist etwa 4.400 Hektar groß und bildet das Zuhause für eine vielseitige Tier- und Pflanzenwelt. Jährlich besuchen zwischen eine und zwei Millionen Menschen diese hauptstadtnahe grüne Ruhezone, doch zu viele Menschen und die direkte Nähe zu gleich mehreren Autobahnen sorgen für Probleme.

Einige Tierarten, zum Beispiel die Fledermäuse, drohen zu verschwinden und nur gemeinsam kann es gelingen, diesen unter Naturschutz stehenden Wald zu retten und zu erhalten. Bereits vor vier Jahren wurde beschlossen, dass alle den Zonienwald berührenden Länder und Regionen ihre Naturschutzbemühungen zusammenlegen sollen und jetzt wurde endlich ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet.

Dabei wurde vereinbart, die Zahl der jährlichen Besucher einzuschränken bzw. besser zu kanalisieren. Verschiedene Zugänge werden gesperrt und die offiziell übrigbleibenden bieten einen verbesserten Informationsfluss über neue Beschilderungen, Wander- und Radwege und vieles mehr.

Und doch warnen Naturschutzverbände aus allen drei beteiligten Landesteilen, dass der Zonienwald weiter gefährdet ist. Die Zusammenarbeit Flanderns, der Wallonie und von Brüssel kommt gerade zur rechten Zeit. Ergebnisse sollen schon bald spürbar sein, hieß es bei der Verabschiedung des Kooperationsabkommens.