Flämische Teenager fühlen sich zu dick

Nach einer Studie der Weltgesundheits-Organisation (WH0) fühlt sich jede dritte flämische Jugendliche zu dick, zu sehr alleine und zu sehr von der Schule unter Druck gesetzt. Im Gegensatz dazu glauben die meisten Teenager in Flandern aber, glücklich zu sein.

Die Weltgesundheits-Organisation (WH0) befragte Jugendliche zwischen 11 und 15 Jahren in insgesamt 39 Ländern und Regionen nach ihren Befindlichkeiten und Gefühlen. Dabei ging es um die Lebensgewohnheiten, das Selbstwertgefühl und um die Gesundheit. Die flämische Tageszeitung De Morgen hatte bereits Einblick in die WHO-Studie.Die Studie ergab zum Beispiel, dass sich jedes dritte Mädchen in Flandern für zu dick hält und dies liegt, so die Wissenschaftler, an deren geringem Selbstwertgefühl. Nur jedes 10. Mädchen aus Flandern leidet hingegen wirklich an Übergewicht.

Die flämischen Jugendlichen beklagen sich auch recht häufig über ihre Gesundheit und körperliche Probleme, auch wenn diese vielleicht eher imaginär sind, so die WHO. Lediglich in Schottland, in Wales und in Ungarn sind die Teenager in dieser Frage noch beunruhigter, als im belgischen Bundesland Flandern.

Viele Probleme, die Gesundheit und die Ernährung betreffend, sind darauf zurückzuführen, dass die Jugendlichen in Flandern zu wenig echten Kontakt zu ihren Eltern haben, so die Wissenschaftler der WHO. Jeder vierte Jugendliche gab an, Probleme damit zu haben, Gespräche mit seinen Eltern zu führen, bzw. auf diese zuzugehen, wenn Schwierigkeiten auch privater Natur vorliegen. In Flandern taucht dieses Problem verschärft auf, denn hier gab jeder zweite Jugendliche an, dass Gespräche mit Vater und Mutter problematisch verlaufen.

Viele Probleme, die die Jugendlichen auch in Flandern haben und erleben, liegen auch daran, dass man sich zu sehr auf Kommunikationsmittel, wie Facebook oder andere soziale Netzwerke verlässt, um sein Privatleben zu führen. So fühlen sich gesundheitliche Probleme oder persönliche Unsicherheiten über diese Wege weitaus größer an, so die Wissenschaftler der Weltgesundheits-Organisation. Je tiefer die soziale Klasse, je größer die Probleme der Teenager - auch in Flandern.

Gane nebenbei: Flämische Jugendliche rauchen und trinken mehr und früher als Teenager in anderen Ländern und sie ernähren sich nicht besonders gesund - Stichwort Fast oder Junk Food. An der Studie beteiligten sich auch Wissenschaftler der Universität Gent (UGent).