Lösegeld: Hacker stehlen Bankdaten

Einer bisher noch nicht bekannten Hackergruppe ist es gelungen, sensible Daten von Elantis, einem Tochterunternehmen der belgischen Belfius Bank (ex-Dexia), zu stehen. Elantis soll bis zum 4. Mai 150.000 € Lösegeld bezahlen. Andernfalls drohe die Veröffentlichung dieser Daten im Internet.

Eine Sprecherin von Elantis gab am Mittwoch an, dass der Datenklau schnell bemerkt wurde. Man habe die Internetseite des Finanzunternehmens umgehend gesperrt. Nach Angaben von Elantis wurden nur allgemeine Angaben gestohlen.

Doch die Hacker bestehen darauf, sensible Daten, wie Angaben von Elantis-Kunden, entwendet zu haben. Dabei gehe es um Ausweisangaben und um Gehaltsabrechnungen von Kunden. Als Beweis haben die Hacker einige Emails veröffentlicht, die Klagen an die Bank nach der Sperre der Webseite betrafen.

Die Hackergruppe hat keinen Namen und nennt das geforderte Lösegeld eine "Idiotensteuer“. Nach ihren Angaben war Elantis "so dumm, Daten uncodiert im Netz zu bearbeiten. Sie gingen dort sehr unvorsichtig mit sensiblen Daten um. Jetzt liegt es an ihnen, ob der Schutz der Privacy ihrer Kunden mehr Wert ist, als 150.000 €.“ Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen eingeleitet.