Kim De Gelder ist zurechnungsfähig

Die Ratskammer des Gerichts von Dendermonde hat den Vierfachmörder Kim De Gelder für zurechnungsfähig erklärt. De Gelder hatte 2009 zwei Babys und eine Kindergärtnerin in einer Kinderkrippe ermordet. Der Fall kommt jetzt vor ein Schwurgericht.

Kim De Gelder (Archivfoto) überfiel im Januar 2009 die Kindertagesstätte "Fabeltjesland“ in Dendermonde in der Provinz Ostflandern und tötete dabei zwei Babys und eine Kleinkindbetreuerin. Kurz vorher hatte er in Vrasene eine betagte Frau in deren Wohnung ums Leben gebracht. Jetzt muss sich De Gelder dafür vor einem Schwurgericht verantworten.

Nach langen Hin und Her und mehreren sich wiedersprechenden psychiatrischen Gutachten erklärte die Ratskammer von Dendermonde den Vierfachmörder am Freitag für zurechnungsfähig. Damit ist eine lebenslange Internierung in einer Psychiatrie vom Tisch. Dafür hatte die Verteidigung De Gelders bisher juristisch gekämpft - vergeblich. Jetzt muss die nächste Instanz, die Anklagekammer in Gent, den Fall an ein Schwurgericht verweisen. Fällt ein entsprechender Beschluss noch vor dem Sommer, könnte das Verfahren noch in diesem Jahr beginnen. Ansonsten ist 2013 Prozessbeginn.

Die Anwälte der Opfer und deren Angehöriger zeigten sich zufrieden mit der Entscheidung der Ratskammer von Dendermonde. Jetzt könnten die überlebenden Opfer ihre Geschichte endlich auch vor Gericht erzählen, hieß es. Eine lebenslange Internierung hätte dies verhindert.