Löhne nicht mehr in bar auszahlen?

Belgiens Staatssekretär für den Kampf gegen Betrug, John Crombez (SP.A), plant der Barauszahlung von Löhnen in Kürze ein Ende zu bereiten. Die Barauszahlung von Löhnen von Arbeitgebern an ihre Mitarbeiter ist derzeit noch die Regel, doch bald muss überwiesen werden.

Das Vorhaben, die Barauszahlung von Löhnen gesetzlich zu beenden, gehört zum Aktionsplan von Staatssekretär Crombez, der damit einen weiteren Weg der Geldwäsche oder des (Steuer-)Betrugs trocken legen will.

Das Verbieten dieser Art der Barauszahlung von Löhnen soll für den flämischen Sozialisten John Crombez (Foto) ein weiterer wichtiger Schritt im Kampf gegen Betrug sein: "Wir stellen fest, dass betrügerische Konstruktionen ohne echte wirtschaftliche Aktivitäten mehr und mehr Gebrauch von Barauszahlungen machen. Das gilt auch für Löhne. Konkretes Beispiel: Wir beobachten, wie eine betrügerische Firma auftaucht, die über falsche Gesellschaften falsche Dokumente aufstellt, in dem sie sagt, dass die Beteiligten dort arbeiteten und ein Recht auf Bezahlung haben. Aber, es ist nicht nachvollziehbar, ob sie hier wirklich gearbeitet haben, weil sie bar bezahlt wurden.“

Nach geltendem Gesetz ist die Barauszahlung von Löhnen durch die Arbeitgeber an die Mitarbeiter in Belgien noch stets die Regel, es sei denn, die Sozialpartner der jeweiligen Unternehmen haben eine Überweisung der Löhne auf die Konten des Personals miteinander vereinbart.