Brüssel: Geldbußen gegen Straßenstrich?

Zirka 1635 Straßenprostituierte sollen im Alhambra-Viertel, in der Umgebung des Königlichen Flämischen Theaters, auf Kundenfang gehen. Der Straßenstrich führt zu Lärmbelästigung, Krawallen und Drogenhandel.

Freddy Thielemans will die Brüsseler Gemeindeordnung anpassen, sodass die Polizei Geldbußen wegen Störung der öffentlichen Ruhe verhängen kann.

Die Prostitution selbst kann der Bürgermeister (Foto) nicht verbieten, da sie in Belgien nicht illegal ist. Thielemans will die Gemeindeordnung in dem Sinne ändern, dass die Polizei Bußgelder gegen die Prostitutierten selbst sowie gegen alle Personen verhängen darf, die die öffentliche Ordnung stören.  In diesem Viertel befinden sich u.a. Schulen, Verwaltungen und das Königliche Flämische Theater in Brüssel. 

Zusätzlich zu Bußgeldern von 75 bis 250 Euro will Thielemans auch ein Verbot des Straßenstrichs im Alhambra-Viertel, gegen die Zuhälter vorgehen und die Steuern auf Stundenhotels erhöhen.

Bis vor einigen Jahren war die Straßenprostitution in Brüssel unter Kontrolle, so Thielemans. Seit der Erweiterung der EU sind jedoch viele Mädchen aus Osteuropa nach Brüssel gekommen.