Mord aus Schwulenhass in Lüttich bestätigt

Die Staatsanwaltschaft in Lüttich hat offiziell bestätigt, dass der Mord an dem 32-jährigen Mann aus Schwulenhass begonnen wurde. Seine Leiche war eine Woche nach seinem Verschwinden vergangenen Sonntag in einem Feld aufgefunden worden.

Am Sonntag war die Leiche des 32-jährigen Mannes in einem Feld in Villers-en-Temple, zwischen Lüttich und Huy, zurückgefunden worden.

Das Opfer hatte eine Bar verlassen und stieg danach freiwillig in ein Aujto mit vier Männern. Wenige Stunden später ließ er nichts mehr von sich hören und ein Freund gab eine Vermisstenanzeige auf", so Danièle Reynders von der Staatsanwaltschaft in Lüttich.

Drei der vier Verdächtigen waren bereits verhaftet worden. Jetzt konnte auch der Fahrer des Wagens festgenommen werden. Dieser bestätigte, dass man dem ins Auto gestiegenen Mann eine Lektion habe erteilen wollen.
Den vier Männern wird Todschlag vorgeworfen, mit dem erschwerenden Motiv, dass es um Hass wegen der sexuellen Orientierung des Opfers ging.
Drei der Täter sind Belgier, der vierte ist ein Türke.

"Erst musste ein Mensch sterben ..."

Die Schwulen- und Lesbenorganisationen in Belgien gehen davon aus, dass es das erste Mal ist, dass ein Mensch hierzulande wegen seiner sexuellen Orientierung sterben muss.

Am Donnerstag treffen sie mit Premierminister Di Rupo (PS) zusammen. Sie fordern die Regierung auf, den Aktionsplan gegen Homophobie umzusetzen.

Höchstwahrscheinlich werden sie in der Gerichtssache als Zivilpartei gegen die vier Angeklagten auftreten.