Belgische Soldaten bis 2014 in Afghanistan

Während einer Stippvisite von Verteidigungsminister Pieter De Crem (CVP) und Außenminister Didier Reynders (MR) in Kundus, Kandahar und Kabul - dort sind die belgischen Soldaten stationiert - wurde die Verlängerung der Mission bestätigt.

Die beiden Minister haben die drei Militärstützpunkte besucht, wo gegenwärtig ca. 600 belgische Militärs im Einsatz sind.

Belgien stellt mehrere Kontingente für die Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe, kurz ISAF (International Security Assistance Force) unter NATO-Führung bereit. Das größte belgische Kontingent gewährleistet die Sicherheit am internationalen Flughafen von Kabul.

Die in Kandahar stationierte Einheit nimmt mit vier F-16-Kampfflugzeugen an Einsätzen gegen die Talibankrieger teil.

Im Norden, in der Provinz Kundus, sind zwei Einheiten in den Aufbau des Landes und der Ausbildung afghanischer Soldaten eingebunden. 
 

De Crem (Archivfoto) und Reynders sind ebenfalls mit Präsident Hamid Karsai, sowie mit ihren afghanischen Amtsgenossen zusammengetroffen. Dabei haben die beiden Minister die Anwesenheit der belgischen Truppen bis zum Ablauf der ISAF-Operationen, 2014, zugesagt.

Auch nach dem offiziellen Ablauf will Belgien in Afghanistan aktiv bleiben und die Ausbildung afghanischer Polizisten und Soldaten gewährleisten.

Bedingung seien allerdings Garantien für ihre Sicherheit.

Die belgischen Minister haben Präsident Karsai auch gebeten, den Kampf gegen die Korruption zu verschärfen und mehr für die Frauenrechte zu tun.

Außenminister Reynders zeigte sich auch bereit, die Entwicklungshilfe für Afghanistan aufrechtzuerhalten. 2011 stellte Belgien 12 Millionen Euro zur Verfügung.

Afghanistan hat Belgien ebenfalls um medizinische Unterstützung gebeten sowie um die Aufnahme wirtschaftlicher und kultureller Beziehungen zwischen den beiden Ländern.