2011: 10 Mio. an Erbschaften für Belgien

Der belgische Staat hat 2011 einen Rekord von 10 Millionen Euro aus Erbschaften einkassiert, bei denen sich kein Erbe gefunden hat. Bei 126 Nachlässen hat der Staat geerbt.

Die genaue Höhe des Betrags beläuft sich auf 9.992.015 Euro. Dieser Betrag ist fast 20 Mal höher als im Jahr 2010, als das Netto-Vermögen der 118 Nachlässe ohne Erben nur 540.008 Euro betrug.

Die Zunahme ist unter anderem auf den Rückgang der Rückerstattungen zurückzuführen. Oft tauchen die Erben zu einem späteren Zeitpunkt doch noch auf und stellen Forderungen. Der Staat muss das Geld dann zurückzahlen. Das ist im letzten Jahr viel weniger der Fall gewesen. Das Recht auf eine Hinterlassenschaft verjährt erst nach 30 Jahren.

Auch in den Jahren 2009 und 2008 waren die Einkünfte aus Erbschaften viel niedriger: Nacheinander 4.855.444 Euro (87 Hinterlassenschaften) und 5.873.641 Euro (104 Hinterlassenschaften). Die Zahlen enthalten auch Geschenke und Vermächtnisse, die testamentarisch geregelt sind.

Die Nachlässe von Personen ohne Erben fließen automatisch in die Staatskasse. Der Staat nimmt jedoch das Erbe nicht an, wenn er netto keinen finanziellen Vorteil davon hat.