Die Stahlproduktion in Belgien steigt an

Die jährliche Produktion von Rohstahl in Belgien hat die symbolische Marke von 8 Millionen Tonnen überschritten. Damit ist die Stahlproduktion im vergangenen Jahr um 1 % angestiegen. Die Zahl der Arbeitnehmer im hiesigen Stahlsektor sank hingegen leicht.

Aus dem Jahresbericht 2011 des belgischen Stahlindustrieverbandes GSV ist ersichtlich, dass die Produktion von Rohstahl um 1 % auf rund 8 Millionen Tonnen angestiegen ist. Gleichzeitig nahm die Zahl der Arbeitnehmer in diesem Bereich leicht ab und zwar um ebenfalls 1 %. Ende 2011 beschäftigte der Stahlsektor in Belgien 14.197 Arbeitnehmer.

Gleichzeitig stieg der Umsatz im Stahlsektor letztes Jahr um 7 % auf 8,85 Milliarden €. Ein wesentlicher Teil dieses Umsatzes wird im Export gemacht, denn der Ausfuhrumsatz betrug 2011 knapp 6,3 Milliarden €, was einem Anstieg um 5 % entspricht.

Der Vorsitzende des belgischen Stahlindustrieverbandes GSV, Geert Van Poelvoerde, gab an, dass der hiesige Stahlsektor, genauso, wie die Konkurrenz in anderen europäischen Ländern, 2011 ein sehr wechselhaftes Jahr erlebte. Das erste Halbjahr zeigte sehr vielversprechende Aktivitäten, während die Krise in der zweiten Jahreshälfte auch hier zuschlug und für rückläufige Zahlen sorgte.

Alles in allem geht es dem belgischen Stahlsektor nicht schlecht. Im schrillen Kontrast steht dazu das Vorhaben des Stahlkonzerns ArcelorMittal, die Warmstahlverarbeitung im Lütticher Raum zu beenden und die Hochöfen dort in absehbarer Zeit abzuschalten.