Brüssel: Aufführung von Dieudonné abgebrochen

Die Stadt Brüssel hat am Mittwochabend mit Hilfe von Polizeibeamten die Aufführung des französischen Komikers Dieudonné im Fiesta Club abbrechen lassen. Das schreibt die Zeitung Le Soir. Ein Bußgeld wurde gegen den Künstler wegen Fremdenfeindlichkeit und Aufwiegelung zu Fremdenhass verhängt. Dieudonné soll das Publikum unter anderem zum Hitlergruß aufgefordert haben.

In dem Moment, in dem die Stadt von dieser Vorstellung erfahren habe, habe sie Polizeibeamte dorthin entsandt, erklärt Nicolas Dassonville, der Sprecher der Stadt.

Die Polizisten haben in ihrem Strafbescheid erwähnt, dass der  Künstler das Publikum zum Hitlergruß ermuntert habe. Auch gegen den Besitzer des Fiesta Clubs wurde ein Bußgeld verhängt. Die Stadt zieht eventuell rechtliche Schritte gegen Dieudonné in Erwägung.

"Rendez-nous Jésus", die letzte Aufführung des Künstlers, hätte am Dienstagabend im Birmingham Palace in Anderlecht statt finden sollen. Die Gemeinde hatte die Aufführung jedoch abgesagt. Der Saal entsrpeche nicht den nötigen Anforderungen  für so eine Vorstellung, hieß es.

Der französische Komiker und Schauspieler Dieudonné M’bala M’bala gilt als Vertreter des Rechtsradikalismus und wurde schon mehrfach gerichtlich für seine judenfeindlichen Äußerungen verurteilt.