Kein Kneipensterben wegen Rauchverbot

Laut Statistikamt schlossen 2011 in ganz Belgien 203 Kneipen definitiv ihre Pforten; so wenig wie schon seit 17 Jahren nicht mehr. Vor einigen Wochen hatte ein Mittelstandsverband noch von einem massiven Kneipensterben wegen des Rauchverbots gesprochen.

Seit Juli 2011 gilt in Belgien ein generelles Rauchverbot in Kneipen und Gaststätten. Deshalb mussten 2.005 Cafés wegen fehlender Kundschaft schließen, hatte das ‚Neutrale Syndikat der Selbstständigen‘ – ein hiesiger Mittelstandsverband - berechnet. Zahlen des belgischen Statistikamtes belegen nun aber, dass es Ende 2011 im Vergleich zum Vorjahr belgienweit nur 203 Kneipen weniger gibt.

Der Verband hatte demnach übersehen, dass es auch zahlreiche Neueröffnungen gab und das Rauchverbot demnach nicht zum befürchteten massiven Kneipensterben geführt hat.

Tatsache ist wohl, dass es im ganzen Land mittlerweile 13.000 Gaststätten weniger gibt als noch vor 17 Jahren. Parallel dazu sank auch der Bierkonsum seit 1990 von 121 Liter/pro Kopf auf 79,5 Liter im vergangenen Jahr.

Der flämische Gaststättenverband macht das Rauchverbot wohl für die seit Monaten zunehmende Zahl von Konkursen in der Branche verantwortlich.