„Sex und Politik sind tabu“

Die chinesischen Behörden behindern mit starken Auflagen die Kuratorenarbeit des flämischen Austellungsmachers Jan Hoets bei der Organisation der für 2013 geplanten Kunstbiennale von Yinchuan, schreibt die Sonntagszeitung „Het Nieuwsblad op Zondag“.

„Sie möchten, dass weder Sex, noch Gewalt oder Politik in der Ausstellung zu sehen sind. Nur Pandabären und Drachen sind erwünscht, aber das hat in meinen Augen nichts mit Kunst zu tun“, so Jan Hoet (Foto oben) belustigt.

Der international bekannte und auch in Deutschland viel beschäftigte Ausstellungskurator aus Gent will sich aber dadurch nicht beirren lassen, schreibt die Zeitung. Jan Hoet gibt zu, dass er Kompromissbereitschaft zeigen müsse, aber er sei in der Vergangenheit schon mit größeren Widerständen konfrontiert worden.

Hoet plant für die Chinesen eine klassische Ausstellung zum Thema “Künstler-Ego”. Luc Tuymans, Michaël Borremans, Wim Delvoye und Matthieu Ronsse gehören zum belgischen Aufgebot der insgesamt 60 teilnehmenden Künstler.