Discounter bieten Nachlass auf Zigaretten

Die drei in Belgien aktiven Kaufhausketten Aldi, Colruyt und Makro verkaufen Zigaretten und andere Tabaksprodukte mit Preisnachlässen. Davon profitierten auch Jugendliche, wie das Gesundheitsamt bemängelt. Den Discountern drohen strenge Strafen.

Nach einem Bericht der flämischen Wirtschaftszeitung De Tijd verstoßen die in Belgien aktiven Warenhausketten Aldi, Colruyt und Makro mit ihren derzeit gewährten Preisnachlässen auf Zigaretten du Tabaksware gegen das Gesetz des Tabakwerbeverbots.

Kontrolleure des belgischen Gesundheitsamtes stellten fest, dass diese Rabatte weiter gewährt werden. Aldi soll zum Beispiel die auf den Steuermarken angegebenen Preise mit Hinweisen in den Läden um 20 % gesenkt haben. Colruyt und Makro soll Rabatte von 9 % gewährt haben und damit bewusst auch jugendliche Käufer angelockt haben.

Paul Van Den Meersche vom Gesundheitsamt gab am Mittwochmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenagentur zu erkennen, dass Colruyt und Makro Jugendgruppen und Jugendheimen bei größeren Abnahmen weitere Rabatte gewährt würden:

"Wir haben trauriger Weise feststellen müssen, dass Jugendgruppen, wenn sie auf Ferien- oder Pfadfinderlager ziehen, weitere Preisnachlässe gewährt werden. Wir haben absolut kein Problem damit, dass sie Jugendgruppen Rabatte auf Lebensmittel gewähren, wenn diese auf Lager ziehen. Aber, man gibt der Jugend und Kindern doch kleine Rabatte auf Zigaretten.“

Das Bundesgesundheitsamt gab an, dass den Discountern Strafen von bis zu 600.000 € drohen und das juristische Schritte bereits eingeleitet seien.