Jobs weg: Electrabel schließt Kraftwerke

Der belgische Energiekonzern Electrabel schließt zwei Stromzentralen - eine in Ruien in Ostflandern und eine in Les Awirs bei Lüttich. Dabei verlieren 132 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Die Gewerkschaften wurden von den Plänen völlig überrascht.

Der Energiekonzern Electrabel schließt zwei unrentabel gewordene Stromzentralen und entlässt dabei 132 Beschäftigte. In Ruien in der Provinz Ostflandern verlieren 105 Beschäftigte ihre Arbeit und in Les Awirs in der Provinz Lüttich werden die Jobs von 27 Arbeitnehmern gestrichen.

Electrabel teilte in einer Presseerklârung mit, dass die beiden zu schließenden Kraftwerke veraltet und unrentabel gewesen seien und die letzten Investierungen hätten sich als nutzlos erwiesen.

Der Energiekonzern gibt als weiteren Grund für die Schließungen auch Beschlüsse der belgischen Regierung an. Zum einen sei die Steuer auf den Brennstoff Kohlen erhöht worden und zum anderen sei der Handel mit grünen Stromzertifikaten erschwert worden.

Die Gewerkschaften wurden von dem Vorhaben regelrecht überrascht. Niemand hatte  mit einer so schnellen Schließung von Stromzentralen gerechnet. Man könne schon nachvollziehen, dass im Zuge der Wahl von erneuerbaren Energiequellen einige klassische Kraftwerke stillgelegt würden. Ob dies allerdings ein schlauer Entschluss sei, sei dahingestellt, verlautete aus Gewerkschaftskreisen.

Am kommenden Montag verhandeln die Sozialpartner über eine weitere Vorgehensweise. Vielleicht können ja einige der Betroffenen in anderen Electrabel-Niederlassungen weiterbeschäftigt werden.