24 gestrichene Züge/Woche wegen Selbstmord

Selbstmorde auf den Schienen haben im Durchschnitt 24 gestrichene Züge pro Woche zur Folge. Letztes Jahr sind nach den 101 Selbstmorden 1.268 Züge vorübergehend vom Fahrplan gestrichen worden und 4.974 Züge hatten 69.461 Minuten Verspätung.

"Es ist gut, dass die belgische Bahn NMBS schon seit ein paar Jahren einen Aktionsplan hat, um gegen die vielen Selbstmorde auf den Schienen vorzugehen", so der N-VA-Senator Piet de De Bruyn, der um die Zahlen beim Minister für Staatsbetriebe Paul Magnette gebeten hatte.

Die Kosten, die der NMBS wegen Selbstmorden auf der Schiene entstehen, aufgrund von unter anderem Schaden am Material und der Verspätungen, belief sich 2009 für 91 Selbstmorde auf  652.421 Euro und im Jahr 2010 für 84 Selbstmorde auf 583.653 Euro. Die einstweilige Rechnung für 2011 beträgt etwa 380.000 Euro.

De Bruyn findet es gut, dass die NMBS von der unmöglichen Praxis, die Kosten bei den Angehörigen zurückzufordern, inzwischen absieht. Jetzt versucht die Bahngesellschaft, das über die Familienversicherung abzuwickeln und falls es keine gibt, über den Notar zu gehen, der mit der Nachlassregelung betraut ist.  Falls das Erbe die Kosten nicht decken kann, wälzt die NMBS die Kosten seit 2011 nicht mehr auf die Familie ab.

Im Jahr 2009 bekam die NMBS übrigens 434.064 Euro über die Familienversicherungen zurück. Das macht etwa Zweidrittel des gesamten finanziellen Verlustes des Unternehmens durch Selbstmorde auf den Schienen aus. 2010 bekam die NMBS 286.257 Euro zurück. Das war etwa die Hälfte des Verlustes. Letztes Jahr wurden der NMBS 64.970 Euro erstattet.