Physische Gewalt in Schulen nimmt zu

Die Zahl der registrierten Fälle von physischer Gewalt in Schulen hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. 2005 wurden 2.026 Fälle verzeichnet, 2010 waren es 2.707 und in der ersten Hälfte von 2011 bereits 1.529. Das geht aus der Antwort von Innenministerin Joëlle Milquet auf eine schriftliche Frage von Peter Logghe von der rechtsextremen Partei Vlaams Belang hervor.

Die Zahl der Fälle, in denen das Eigentum der Schule beschädigt wurde, ist hingegen seit 2007 zurückgegangen. In dem Jahr wurden 3.126 Fälle gegenüber 2.573 im Jahr 2010 und 1.236 in der ersten Hälfte von 2011 registriert.

Auch die Zahl der Diebstähle und Erpressungen in der Schule hat abgenommen. 2005 wurden noch 10.917 solcher Fälle gemeldet und aufgezeichnet, 2010 waren es noch 8.678. In der ersten Hälfte von 2011 stieg die Zahl (auf der Grundlage einer Jahresberechnung) auf 4.680 an.

Die Mehrzahl der Gewaltdelikte in Schulen in der ersten Hälfte von 2011 wurde übrigens in der wallonischen Region (700) registriert. Danach folgen Flandern (603) und die Region Brüssel Hauptstadt. Das war auch der Fall für die Anzahl von Vanalismusfällen. So wurden 589 Fälle in Wallonien gezählt, 580 in Flandern und 67 in Brüssel.

In Flandern wurden in der ersten Hälfte von 2011 insgesamt 2.556 Diebstähle und Erpressungen in Schulen gemeldet, in Wallonien 1.594 und in Brüssel 530.