U-Bahn Brüssel: Jetzt sicherer?

Die durchschnittliche Zahl der Festnahmen in den öffentlichen Verkehrsmitteln hat sich innerhalb eines Monats verdoppelt. Das schreibt die französischsprachige Zeitung La Dernière Heure. Seit Mitte April sind mindestens 70 zusätzliche Beamte im Einsatz, um die öffentlichen Verkehrsmittel sicherer zu machen. Mehrere gewalttätige Übergriffe waren dieser Maßnahme vorausgegangen.

Seit dem Einsatz zusätzlicher Beamte an U-Bahn- und Straßenbahnhaltestellen sowie auf Bahnhöfen ist die Kriminalität in den öffentlichen Verkehrsmitteln stark zurückgegangen.

Dieser Maßnahme war der Tod eines Fahrkartenkontrolleurs der öffentlichen Nahverkehrsgesellschaft MIVB in Brüssel vorausgegangen. Am 7. April wurde der Mitarbeiter der MIVB nach einem Zusammenstoß eines Busses mit einem Pkw erschlagen.

Daraufhin sind die Straßenbahnen, Busse und U-Bahnen in der Hauptstadt fast eine ganze Woche lang nicht mehr gefahren. Die Arbeitnehmer forderten mehr Sicherheit. Innenministerin Joëlle Milquet (CDH) und Justizministerin Annemie Turtelboom (Open VLD) versprachen den Einsatz von 70 zusätzlichen Beamten innerhalb kürzester Zeit. Bis Oktober 2013 sollen insgesamt 400 zusätzliche Beamte in den Dienst genommen werden.

Inzwischen sind bereits 93 zusätzliche Beamte in den öffentlichen Verkehrsmitteln tätig. Die Zunahme der Zahl der Beamte spiegelt sich auch in der Zunahme der Festnahmen wieder. Die sind von durchschnittlich 7,6 Festnahmen pro Tag auf 14 bis 15 gestiegen und haben zeitweise den Höchstwert von 21 am Tag erreicht.