Zinneke-Fans genießen organisiertes Durcheinander

Rund 85.000 Menschen haben sich in Brüssel die alle zwei Jahre statt findende Zinneke Parade angesehen. An der Parade nehmen Stadtviertel und Vereine in und außerhalb Brüssels teil. In diesem Jahr lautete das Motto: "Durcheinander". Rund 2.000 Menschen liefen beim Umzug mit.

Ziel der Parade ist, die Menschen einander näher zu bringen. "Das ist ein Spektakel, über das noch Jahre später gesprochen werden wird", erzählt der Kommunikationsverantwortliche Dis Huyghe.

"Um 15 Uhr fiel der Startschuss. In 22 großen Straßen ging ein Vorhang auf wie bei einem echten Theater."

Neu in diesem Jahr war, dass die 22 teilnehmenden Gruppen jeweils von einem anderen Ort aus losliefen. Jede Gruppe bestand aus 80 bis 100 Personen.

"Mit verschiedenen künstlerischen Projekten bringen wir die Menschen zusammen, die sich sonst niemals treffen würden", so Myriam Stoffen, Veranstalterin der Zinneke Parade.

Dieser kulturelle Umzug ist ihre Antwort auf die Negativberichte, die regelmäßig über Brüssel in den Medien erscheinen.

Die Parade fand erstmals im Jahr 2000 statt, als Brüssel Kulturhauptstadt von Europa war. Zinneke ist ein Brüsseler Spitzname für Einwohner der Stadt, die gerne ein bisschen Unsinn treiben.

Nach der Parade gab es ein großes Feuerwerk, das von 22 Plätzen des Umzugs aus gezündet wurde.