KEW: Marc Bouchkov unter den 12 Finalisten

Heute Abend beginnt das Finale des Königin Elisabeth Wettbewerbs in dem Palast der schönen Künste in Brüssel. Auch dieses Jahr ist wieder ein belgischer Vertreter unter den letzten 12 Finalisten: Sein Name ist Marc Bouchkov.

Das Können der Violinistinnen und Violinisten wurde zunächst bei der Auswertung eingesendeter DVDs überprüft. Eine Auswahl von Kandidaten schaffte es schließlich in die erste Runde, für einige von ihnen folgte das Halbfinale und nun müssen sich die 12 letzten Kandidaten im Finale beweisen. In jeder Runde hieß es: Ein neues Stück beherrschen und es bis zur absoluten Perfektion ausarbeiten. Umso deutlicher wird, dass neben der gewöhnlichen Wettbewerbsspannung noch die zusätzliche körperliche Herausforderung gefragt ist.

Inzwischen halten sich die Finalisten seit einer Woche abgesondert in der Musikkapelle "Königin Elisabeth“ in Waterloo auf. Zu dem Teil ihres Pflichtprogrammes für diesen Abend gehört ein vorgegebenes Stück, außerdem steuern die Finalisten eigene Stücke bei, um das Konzert vollkommen zu machen.

Der Königin Elisabeth Wettbewerb wurde vor 75 Jahren zum ersten Mal ausgetragen. Seitdem hat noch nie ein belgischer Teilnehmer den Wettbewerb gewonnen, obwohl es in den letzten Jahren hin und wieder einige in das Finale geschafft haben.

Marc Bouchkov‘s Großmutter zum Beispiel, erreichte 1963 den 4. Platz bei dem Wettbewerb. Im Jahre 1989 folgte dann Bouchkov’s Vater und erzielte den 3. Platz. Dass auch Bouchkov’s Mutter Violinistin in der Brüsseler Philharmoniker ist, lässt vermuten, dass ihm das Violinspielen wortwörtlich in den Genen liegt.

Obwohl Marc Bouchkov in Frankreich als Sohn eines russischen Vaters und einer ukrainischen Mutter geboren wurde, sieht er Belgien als sein Zuhause an. "In Belgien bei meinen Eltern fühle ich mich wohl“, so Bouchkov.

Ob der belgische Vertreter wirklich eine Chance auf den Sieg des Wettbewerbes hat, zeigt sich heute Abend, wenn das große Finale beginnt. Denn ist die Konkurrenz groß: Der Tscheche Josef Spacek zum Beispiel, gilt aufgrund seiner außergewöhnlichen technischen und musikalischen Begabung als einer der Zuschauerfavoriten.